Dezember 16

Eine erneute Reinigung

Nehemia 13,1-31 (30)

„So reinigte ich sie von allem Ausländischen und ordnete die Ämter der Priester und Leviten, für einen jeden nach seinem Dienst,“

Nach zwölf Jahren Amtszeit als Statthalter musste Nehemia für einige Zeit an den persischen Hof reisen. Als er nach längerer Zeit nach Jerusalem zurückkehrte, fand er dort verschiedene Missstände vor, die sich durch geistliche Trägheit eingeschlichen hatten. Zunächst wurden aufgrund des Wortes Gottes Moabiter und Ammoniter weggeschickt. Der Priester Eljaschib hatte ausgerechnet dem feindlichen Tobija einen Raum im Tempelvorhof zur Verfügung gestellt. Nehemia warf Tobijas Hausrat hinaus, reinigte den Raum und führte ihn seinem ursprünglichen Zweck wieder zu. Weil das Volk die Leviten nicht versorgt hatte, hatten diese Jerusalem verlassen müssen, um selbst Land zu bebauen. Nehemia holte sie zurück. Das Sabbatgebot war gebrochen worden. Nehemia sorgte durch Schließen der Stadttore dafür, dass am Sabbat keine Händler mehr nach Jerusalem kamen. Viele jüdische Männer, sogar Priester, hatten sich ausländische Frauen genommen, sodass ihre Kinder zum Teil nicht einmal mehr hebräisch sprechen konnten. Nehemia ging auch gegen diese Sünde entschlossen vor. Im Laufe unseres Glaubenslebens kann sich die Sünde durch geistliche Nachlässigkeit wieder in unser Leben einschleichen. Dann brauchen wir Entschlossenheit, uns erneut von ihr zu reinigen.

Gebet: Herr, vergib mir meine geistliche Nachlässigkeit, durch die sich die Sünde erneut eingeschlichen hat. Reinige mich neu.

Ein Wort: Reinige dein Herz und dein Leben