Dezember 16

Ablenkung überwinden

Nehemia 6,1-19 (3)

„Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen. Das Werk würde liegen bleiben, wenn ich davon abließe und zu euch hinabkäme.“

Je mehr sich der Mauerbau der Vollendung näherte, desto heftiger wurde der Widerstand der Feinde Gottes, die sich jetzt direkt gegen Nehemia richteten. Sie luden mehrmals zu einer Art Friedenskonferenz ein, doch Nehemia durchschaute ihre Absicht, ihn von der Arbeit an Gottes Werk abzuhalten. Dann schickte Sanballat ihm einen offenen Brief und setzte das Gerücht in Umlauf, dass Nehemia vom Perserkönig abfallen und sich selbst zum König von Juda machen wolle. Nehemia stellte die Angelegenheit in der Wahrheit klar. Schließlich bezahlten die Feinde einen falschen Propheten, der Nehemia dazu bringen sollte, im Inneren des Tempels Zuflucht zu suchen. Doch Nehemia fürchtete sich nicht vor den Feinden, sondern hatte Ehrfurcht vor Gott. Er war kein Priester und durfte das Innere des Tempels nicht betreten. Weil Nehemia standhaft blieb, wurde die Mauer schon in 52 Tagen fertig. Jetzt mussten sogar die Feinde Gottes erkennen, dass dieses Werk von Gott war. Gerade heute ist Ablenkung eine mächtige Waffe des Teufels. In einer Welt voller Ablenkungen sollen wir unser eigentliches Lebensziel nie aus den Augen verlieren. Wenn wir konzentriert dranbleiben, dann kann Gott ein großes Werk ausrichten.

Gebet: Herr, vergib mir, dass ich mich so schnell ablenken lasse. Hilf mir heute, mich auf das zu konzentrieren, was du mir aufgetragen hast.

Ein Wort: Überwinde die Ablenkung