Dezember 16

Vor Gott und für andere leben

Nehemia 5,1-19 (15b)

„Ich aber tat nicht so um der Furcht Gottes willen.“

Zu der Bedrohung von außen kamen interne Probleme. Weil das Volk mit dem Mauerbau beschäftigt war, konnten sie kein Getreide anbauen. Einige hatten deshalb ihre Kinder verpfändet, andere ihre Immobilien und Grundstücke versetzt, um Getreide zu kaufen. Wieder andere mussten sich Geld leihen, um ihre Steuern zu bezahlen. Zinsen zu nehmen und Glaubensgeschwister zu Sklaven zu machen verstieß ganz klar gegen Gottes Gebote. Als Nehemia davon hörte, wurde er sehr zornig. Er führte den Schuldigen ihr Unrecht vor Augen und erinnerte sie daran, in der Furcht Gottes zu wandeln, das heißt, nicht für ihren eigenen Vorteil, sondern vor Gott zu leben. Tatsächlich kehrten sie um und erließen ihren Brüdern alle Schulden. Nehemia selbst ging mit gutem Beispiel voran. Er selbst hatte wohl ohne Zinsen Geld und Getreide verliehen und erließ allen Schuldnern ihre Schulden. Während seiner zwölfjährigen Zeit als Statthalter verzichtete er aus Gottesfurcht auf alle Privilegien. Eine Umgebung, wo jeder auf seinen eigenen Vorteil aus ist, kann verändert werden, wenn ein Mensch anfängt, sein Leben für Gott und andere Menschen zu investieren. Wir können dies ohne Verlustgefühl tun, weil wir selbst schon durch den Gott reich gemacht sind, der sich selbst für uns geopfert hat.

Gebet: Herr, danke dass du dich selbst für mich hingegeben hast. Lehre mich das Geheimnis eines einflussreichen Lebens, indem ich meine Zeit und mein Material für dich und andere Menschen investiere.

Ein Wort: Lebe vor Gott und für andere!