Oktober 2

Daniels Gebet

Daniel 9,1-27 (18)

„Neige deine Ohren, mein Gott, und höre, tu deine Augen auf und sieh an unsere Trümmer und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“

Daniel diente König Darius, dem Meder, als ein hoher Beamter, wie er auch schon dessen Vorgängern gedient hatte. Doch er sehnte sich danach, dass die Israeliten in ihre Heimat zurückkehrten und Jerusalem wieder aufgebaut würde. Er forschte in der Schrift, besonders im Propheten Jeremia, um auf die Dauer der babylonischen Gefangenschaft zu achten. Dann betete Daniel gemäß dem, was er gelesen hatte, zu Gott. Sein Gebet war ein Bußgebet. Obwohl er selbst ein gottesfürchtiger junger Mann gewesen war, als Jerusalem von den Chaldäern eingenommen worden war, bekannte er: „Wir haben gesündigt.“ Er erkannte ihre Sünde, dass sie den Knechten Gottes, die im Namen Gottes zu ihnen das Wort Gottes geredet hatten, nicht gehorcht hatten. Daniel betete im Glauben an die Barmherzigkeit und Vergebung Gottes. Die damalige Lage der Israeliten schrieb er ihrer Sünde und ihrer Unbußfertigkeit zu. Daniels Bitte war es, dass Gott sein Antlitz wieder über dem zerstörten Heiligtum leuchten ließe (17), nicht um seines Gebets oder seiner eigenen Gerechtigkeit, sondern um des Namens Gottes willen. Gott erhörte sein Gebet. Er kündigte Daniel zwar eine schwere Zeit an, doch das Ende war schon beschlossen.

Gebet: Herr, wir haben gesündigt. Wir kommen im Gebet zu dir und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit.

Ein Wort: Bitte Gott um seine große Barmherzigkeit!