Oktober 2

Der Tag der Sühne

4. Mose 29,1-30,1 (29,7)

„Am zehnten Tag dieses siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; da sollt ihr fasten und keine Arbeit an diesem Tage tun,“

Gott erinnerte sein Volk vor dem Einzug ins verheißene Land daran, den Tag des Posaunenblasens, der Sühne und das Laubhüttenfest zu halten. Alle Festtage fanden im siebenten Monat statt. Gott hatte das Gesetz für diese Feste schon in 3. Mose 16 und 23,26-32 gegeben. Das Blasen der Posaune rief das Volk zur ernsthaften heiligen Versammlung zusammen. An diesem Tag durfte nicht gearbeitet werden. Die folgenden zehn Tage waren eine Zeit der Selbstprüfung und Buße, die der Vorbereitung zum Versöhnungstage dienten. Der Versöhnungstag (hebr. Jom Kippur) war der einzige im Gesetz vorgeschriebene Fasttag. Wer an diesem Tag nicht fastete, sollte sogar aus dem Volk ausgestoßen werden (3. Mose 23,29). Es war auch der einzige Tag, an dem der Hohepriester das Allerheiligste betreten durfte. Während die Israeliten nicht arbeiten durften, musste der Hohepriester fleißig „arbeiten“, um die Versöhnung für das Volk durch verschiedene Opfer zu erwirken. Christus ist unser wahrer Hohepriester, der in das Heiligtum eingegangen ist und unsere ewige Erlösung durch sein eigenes Blut erwirkt hat (Hebr 5,4.15.16; 9,12). Er hat für unsere Erlösung „fleißig gearbeitet“. Was müssen wir tun? Wir sollen uns Zeit für die ernsthafte Buße nehmen und die Erlösung im Glauben annehmen. Es kann dabei sehr hilfreich sein, einen Tag zu fasten.

Gebet: Herr, danke für die Versöhnung im Blut Jesu. Hilf mir, mir Zeit für die Buße zu nehmen.

Ein Wort: Ein Tag der Versöhnung mit Gott