Oktober 2

Die zweite Volkszählung

4. Mose 26,1-65 (65)

„Denn der HERR hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der Wüste. Und so blieb keiner von ihnen übrig als Kaleb, der Sohn Jefunnes, und Josua, der Sohn Nuns.“

Schon im ersten Kapitel wird von einer Volkszählung berichtet, die vor allem zur Feststellung der wehrfähigen Männer gedient hatte. Doch die Eroberung des verheißenen Landes hatte sich um 38 Jahre verschoben. Jetzt stand Israel nochmals kurz vor der Eroberung des verheißenen Landes. Durch die Volkszählung sollte erneut die Anzahl der wehrfähigen Männer festgestellt werden. Genauso sollte aber auch geprüft werden, dass alle in der Wüste gestorben, waren, die gegen Gott früher gemurrt hatten (3. Mose 14,29). Alle waren gestorben, nur Kaleb und Josua lebten noch. Gott tut was er sagt, auch in Bezug auf das Gericht (Hebr 9,27). Auffällig ist, dass die Anzahl der Israeliten nicht gestiegen, sondern um knapp 2000 zurückgegangen war. Der starke Rückgang unter dem Stamm Simeon hängt mit den Geschehnissen in Kapitel 25 zusammen. Aber auch die zwei Nachbarstämme im Süden des Lagers, Gad und Ruben, waren betroffen. Sünde breitet sich aus wie Krebs. Stagnation oder sogar Rückgang der Gemeindemitgliederzahl ist ein sicheres Zeichen des Unglaubens. Eine gesunde Gemeinde wird immer wachsen (Apg 2,47; Joh 15,5). Jesus verfluchte einmal einen unfruchtbaren Feigenbaum (Mk 11). Wir sollen Gott durch den Glauben gute Früchte bringen.

Gebet: Herr, hilf mir, dir in diesem Jahr gute Früchte des Glaubens zu bringen.

Ein Wort: Wachstum im Glauben statt Stagnation