Oktober 2

Sollte Gott etwas sagen und nicht tun?

4. Mose 22,39-24,10 (23,19)

„Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?“

Bileam war ein angesehener Wahrsager. Er verstand es, sich in Szene zu setzen. Der moabitische König Balak führte ihn auf drei verschiedene Berge, von denen aus man auf das Lager der Israeliten blicken konnte. Dreimal wies Bileam Balak an, sieben Altäre zu bauen. Sie opferten gemeinsam Stiere und Widder, was sicherlich beeindruckend aussah. Doch jedes Mal sprach Gott mit Bileam und Bileam musste das Volk Israel segnen. Warum muss Gottes Volk von Gott gesegnet werden? Es ist wegen der Verheißung Gottes an Abraham und seinen Nachkommen und darüber hinaus, weil Gott sein Erlösungswerk führt und alle Menschen erretten will. Gott hatte einen kinderlosen alten Mann Abraham berufen, um ihn zu segnen und zum Segen zu machen, nicht nur für seine Familie, sondern für alle Geschlechter auf Erden, indem er aus seinem Geschlecht den Messias hervorbringen wollte (1. Mose 12,2.3). Deshalb hatte Gott sein Volk aus Ägyptern geführt (22) und wie den Staub auf Erden vermehrt und abgesondert (9.10). Gott liebte sein Volk, auch wenn es oft sündigte. Aber vor allem ist Gott nicht wie die Menschen, die viele Dinge versprechen, aber nicht halten. Gott hatte direkt nach dem Sündenfall einen Erretter verheißen (1. Mose 3,15). Er will die Menschen von der Sünde retten. Gottes Verheißung ist die Wahrheit und er wird sie erfüllen.

Gebet: Herr, danke, dass dein Wort dir nicht gereut.

Ein Wort: Gott hält sein Wort