Oktober 2

Dein Weg führt ins Verderben

4. Mose 22,1-38 (32)

„Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn der Weg vor mir führt ins Verderben.“

Nach dem siegreichen Kampf gegen die Amoriter zog Israel ins Jordantal der Moabiter gegenüber der Stadt Jericho und lagerte dort. Die Moabiter hatten unnötigerweise große Angst vor den Israeliten. Der König der Moabiter, Balak, wusste keinen anderen Rat mehr, als sich von höheren Mächten Hilfe zu holen. Deshalb sandte er Boten zu Bileam, einem heidnischen Wahrsager. Bileam sollte das Volk Israel verfluchen. In der Nacht, als die Boten Balaks bei ihm waren, besuchte Gott ihn. Gott wies ihn an, nicht mit den Gesandten des Königs Balaks zu gehen und keinen Fluch über Israel zu sprechen, weil es Gottes gesegnetes Volk war. Bileam hörte auf die Worte Gottes und ging nicht zu Balak. Doch Balak ließ nicht locker und sandte seine Boten ein zweites Mal zu Bileam. Gott erschien Bileam erneut. Diesmal erlaubte Gott Bileam mitzuziehen, doch er sollte nur tun, was Gott ihm sagen würde. Äußerlich sah Bileam sehr gehorsam aus, als er loszog, aber Gottes Zorn entbrannte über ihn, weil er nur um des Lohnes willen mitzog (2. Petr 2,15). In den Augen Gottes führte Bileams Weg ins Verderben, weil er meinte, mit Gott und den Menschen ein gutes Geschäft machen zu können. Der Engel wollte sogar Bileam töten, doch durch die geistliche Einsicht des Esels konnte er gerettet werden.

Gebet: Herr, mein Weg war verkehrt, weil ich mit dir und den Menschen mein Geschäft machen wollte.

Ein Wort: Geh den echten Weg des Gehorsams!