Oktober 2

Schatz in irdenen Gefäßen

2. Korinther 4,7-18 (7)

„Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.“

Paulus hat im vorherigen Text von der Herrlichkeit seines Amtes für den neuen Bund gesprochen. Aber die Christen in Korinth sahen in ihrem Apostel keine Herrlichkeit, sondern eher Armseligkeit und Hilflosigkeit. Wie stimmte das mit seinen großen Behauptungen von seiner „Herrlichkeit“ überein? Paulus erklärt es ihnen mit einem Bild vom Schatz in irdenen Gefäßen. Damals wurden äußerst wertvolle Dinge in Tonkrügen aufbewahrt. Darum konnte man in den Höhlen von Qumran die kostbare Handschriftenrolle des Jesaja-Buches finden. Das irdene Gefäß ist wertlos, zerbrechlich und rissig. Wer es nur von außen sieht, bemerkt nicht den Schatz, den es in sich birgt. So sieht auch Paulus Leben auf den ersten Blick wie ein solches Tongefäß aus. Von „Herrlichkeit“ ist nichts zu sehen. Und doch liegt in diesem „Tongefäß“ der unermessliche Schatz des Evangeliums, nämlich die überschwängliche Kraft Gottes. Das ist das Geheimnis, wie er seine widrigen Umstände immer wieder überwand. Er wurde von allen Seiten bedrängt, verfolgt und verlassen. Er aber verzagte nicht und kam nicht um. Wie kann das möglich sein? Denn er hatte einen Schatz in sich, nämlich das Leben Jesu Christi.

Gebet: Herr Jesus, wir sind wie wertlose Tonkrüge, aber wir haben den Schatz, nämlich das Leben Jesu. Lass uns innerlich stark sein und Frucht tragen.

Ein Wort: Wir haben den Schatz Gottes in uns