Oktober 2

Ihr seid ein Brief Christi

2. Korinther 3,1-18 (3)

„Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln der Herzen.“

Durch Empfehlungsbriefe suchten damals fremde Männer Aufnahme in der Gemeinde und stellten sich als bewährte Christen heraus. Apollos z.B. kam auf diese Weise in die Korinther Gemeinde und wurde zu einem nützlichen Mitarbeiter (Apg 18,27). Brauchte auch Paulus ein Zeugnis, etwa aus der Urgemeinde in Jerusalem? Er meinte, dies sei nicht nötig. Denn er hatte eine andere Art des Empfehlungsbriefes, nämlich die Gemeinde: „Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen!“ (2) Damit wollte Paulus ausdrücken, dass die Gemeinde selbst für ihn sprach – seine Person, seinen Willen, seine Hingabe und Liebe zu Gott und zu den Menschen und seine göttliche Autorität von Gott. Paulus war wahrhaftig ein Apostel Jesu Christi. Die Gemeinde ist jedoch ein Brief Christi, eine Ansammlung der geretteten Menschen. Sie sind vom Tode zum Leben hindurchgekommen. Dieses Leben gebende Werk ist nur durch den Geist des lebendigen Gottes möglich. Wenn wir diesem Werk Gottes dienen, empfangen wir von Gott eine Herrlichkeit, die nicht vergeht. Das ist wirklich eine sinnerfüllte gesegnete Arbeit.

Gebet: Lieber Vater, hilf uns einen Brief zu schreiben, nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist Gottes.

Ein Wort: Ihr seid unser Brief!