Juni 29

Bist du doch unser Vater

Jesaja 63,1-19 (16)

„Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name.“

„Bist du doch unser Vater“, das ist eine einzigartige Aussage über ihr Verhältnis zu Gott. Die Juden sind eigentlich stolz darauf, dass sie Abrahams Kinder sind. Was nun, wenn er überhaupt nichts von diesen Kindern weiß? Sie können auf Abraham kein Vertrauen setzen. Gott der Herr allein ist in vollkommener Weise ihr Vater, da er sie kennt, von Herzensgrund her. Gott ist ihr lebendiger, gegenwärtiger Vater. Er weiß, er kennt, er sieht. Eben darum können sie zu ihm rufen. Und dieser Vater ist auch ihr Erlöser von alters her. Ja, Gott hat sie von alters her immer wieder gerettet, wie ein Vater für sein Kind alles tut. Gott hat überhaupt den Erzvater Abraham aus einem Götzendiensthaus geholt und ihn gesegnet, dass er sich mehren konnte. Das Leben des Mose bezeugt, dass Gott sein Vater war. Wer zog ihn aus dem Wasser? Wer gab ihm Macht über den Pharao? Wer öffnete den Weg inmitten des Roten Meeres? Es war Gott. Gott trug ihn wie ein Vater. Die ganze Geschichte Israels bezeugt, dass Gott sein Volk rettete. Ohne Gott wäre ihre Existenz nicht denkbar. Deshalb sagte der Prophet Jesaja: „Hätte uns der Herr Zebaoth nicht einen geringen Rest übrig gelassen, so wären wir wie Sodom und gleich wie Gomorra.“ (1,9) Darum flehen wir zu ihm: „Kehr zurück um deiner Knechte willen!“

Gebet: Lieber Vater, du bist mein wahrer Vater. Du hast mich immer wieder gerettet. Kehr zurück und rette mich!

Ein Wort: Gott ist unser Vater