Juni 29

Gottes Bund mit seinem Volk

Jesaja 59,1-21 (21)

„Und dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Munde nicht weichen noch von dem Mund deiner Kinder und Kindeskinder, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.“

Worin besteht der Bund Gottes mit seinem Volk? In Gottes Geist und seinen Worten. Sein Geist und seine Worte sollen nicht von ihm weichen, sondern auf ewig in ihm bleiben. Dieses Versprechen Gottes ist wirklich wagemutig, wenn wir den gegenwärtigen Zustand des Volkes in Betrachtung ziehen. Denn sie sind wegen ihrer Sünden fern von ihrem Gott. Ihre Hände sind mit Blut befleckt. Ihre Lippen reden Falsches. Sie vertrauen auf Nichtiges und reden Trug. Ihre Gedanken sind Unheilsgedanken, auf ihren Wegen wohnt Verderben und Schaden. Sie kennen den Weg des Friedens nicht. Sie sind zu oft von Gott abgefallen, und ihre Sünden zeugen gegen sie. Sie bekennen selbst: „Wir kennen unsre Sünden.“ Kann es überhaupt eine Hoffnung für sie geben? Es ist aber Gott, der das sündige Volk nicht aufgibt, sondern zu Hoffnungsträgern aufstellt. Dafür braucht Gott keine Hilfe von Menschen. Er macht es allein. Er rüstet sich selbst und kommt als Erlöser. Er arbeitet durch seinen Geist und seine Worte. Wo der Geist wirkt, da geschieht neues Leben. Wo das Wort Gottes verkündigt wird, da geschieht Bekehrung.

Gebet: Lieber Vater, wir kennen unsre Sünden, aber hilf uns doch durch deinen Geist und deine Worte.

Ein Wort: Gott der Herr ist unser Erlöser