Juni 29

Falsches und echtes Fasten

Jesaja 58,1-14 (9a)

„Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.“

Warum soll man fasten? Jesus hat beim Beginn seiner Mission 40 Tage und Nächte gefastet. In diesen Tagen konzentrierte er sich ganz darauf, zu Gott zu rufen und zu schreien. Durch diese intensive Gemeinschaft mit Gott bekam er genug Weisheit und Kraft, die Werke des Teufels zu vernichten und Menschen zu retten. Als Paulus auf dem Weg nach Damaskus Gott begegnete, bereitete er sich auf die Führung Gottes vor, indem er drei Tage lang fastete. In seinem Leben fastete er regelmäßig. Als die Jünger ihren Meister Jesus fragten, warum sie nicht den bösen Geist austreiben konnten, sprach er: „Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten und Fasten.“ (Mk 9,29) Ein echtes Fasten hilft uns sehr in unserem geistlichen Leben. Da wir beim Fasten auf unser grundlegendes Bedürfnis wie Brot und Getränke verzichten, unterstützen wir damit unseren Geist. Wir können unsere fleischliche Lust bezwingen und die Sündenlust von uns trennen. Wenn wir dann zu Gott rufen, wird er in der Höhe unsere Stimme hören und antworten: „Siehe, hier bin ich.“ Mit der Kraft Gottes können wir dann auch unseren bedürftigen Nächsten lieben. Wer durch Fasten geistlich gestärkt worden ist, der soll das zerfallene Werk Gottes wieder aufrichten. Es gibt aber ein falsches Fasten. Wer trotz Fasten seinen eigenen Geschäften nachgeht oder seine soziale Ungerechtigkeit nicht verbessert, der macht es falsch.

Gebet: Lieber Vater, hilf mir auch zu fasten.

Ein Wort: Siehe, hier bin ich