Juni 29

Das lasse ich

Jesaja 57,1-13 (10)

„Du hast dich abgemüht mit der Menge deiner Wege und sprachst nicht: Das lasse ich; sondern du fandest ja noch Leben in deinen Gliedern, so wurdest du dessen nicht müde.“

Hier kann man die sündige Eigenschaft der Menschen erkennen. Wenn sie auf einer Vielzahl ihrer Sündenwege gegangen und deswegen müde geworden sind, dann hätten sie sagen müssen: Das lasse ich. Dann hätten sie wenigstens die Chance für ein neues Leben. Sie aber wollen trotz der Vielzahl ihrer sündigen Wege doch nicht aufhören, sondern die Sünde der Begierde immer wieder begehen, solange sie ja noch Leben in ihren Gliedern finden. Trotz Müdigkeit verharren sie in ihrer Sünde bis zu ihrem letzten Atem. Das ist die Torheit der sündigen Menschen. Darum werden sie genannt: „Ihr Kinder des Ehebrechers und der Hure! Ihr seid abtrünnige Kinder, ein verkehrtes Geschlecht.“ Da sie geistlich blind sind, tun sie Werke, die nichts sind. Sie sind begierig, viele Götzen zu machen und ihnen zu opfern. Sie opfern sogar die Kinder. Bekommen sie in der Not Hilfe von ihren Götzen? Nein. Am Tage der Not werden sich diese als nichts erweisen. Sie werden vom Winde verweht. Und die Götzendiener? Sie werden vor Gott als Gottlose verurteilt und vertrieben. Das ist das Geschick der Gottlosen. Wenn du aber deinen sündigen Weg aufgibst und klar sagst: „Das lasse ich“, wirst du zum Frieden Gottes eingehen, und Gott wird dir helfen.

Gebet: Lieber Vater, ich habe mich auf der Vielzahl meiner Sündenwege ermüdet. Ich sage nun: Das lasse ich.

Ein Wort: Sind dir deine Sündenwege nicht genug?