Juni 29

Wach auf, wach auf, zieh Macht an!

Jesaja 51,9-23 (9)

„Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat?“

Der Knecht Gottes ruft in dringlicher Weise Gott, den Herrn, auf, aufzuwachen und Macht anzuziehen, um sein leidendes Volk zu retten. Ist Gott müde und schläfrig, dass man ihn wecken muss, um seinem Volk weiter zu helfen? Das erinnert uns an die Szene, in der Jesus mit seinen Jüngern über den See fuhr. Plötzlich erhob sich ein großer Windwirbel und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot voll Wasser lief. Wo war Jesus? Jesus schlief hinten im Boot. Seine Jünger weckten ihn und sprachen zu ihm: „Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?“ Als Jesus aufwachte, stillte er den Sturm. In unserer hilflosen Lage brauchen wir dringlich Gottes Hilfe. Nur wenn Gott aufwacht und seine Macht anzieht, werden wir sicher gerettet. Darum sollen wir ihn wachrütteln: „Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des Herrn!“ Der Gott, der zu Anbeginn der Welt die bösen Mächte zerhauen und alles neu geschaffen hat, kann uns genug helfen. Der Gott, der sein versklavtes Volk durch das Rote Meer hindurchgeführt hat, kann für uns einen wunderbaren Rettungsweg schaffen, damit wir aus allerlei Gefangenschaften gerettet werden. Wenn wir Gott wecken, dürfen wir aber selbst nicht im Schlaf verharren, sondern sollen uns selbst wecken: „Werde wach, werde wach, steh auf, Jerusalem!“

Gebet: Lieber Gott, du musst mir helfen. Wach auf!

Ein Wort: Werde wach, werde wach, steh auf!