Juni 29

Schaut Abraham an, euren Vater!

Jesaja 51,1-8 (2)

„Schaut Abraham an, euren Vater, und Sara, von der ihr geboren seid. Denn als einen Einzelnen berief ich ihn, um ihn zu segnen und zu mehren.“

Gott fordert das Volk auf, auf Abraham, ihren Vater, zu schauen. Sie sind im Exil zerstreut und von Zahl wenig geworden. Deshalb sind sie resigniert und verzagt. Sie aber sollen von ihrer Geschichte lernen. Das Volk Israel war nicht von Anfang an ein großes Volk gewesen, sondern es entstand aus einem einzigen Mann. Zur Gründung des Volkes Israel hat Gott nicht eine Masse berufen, sondern einen einzigen Mann, Abraham. Damals war er bereits 75 Jahre alt. Die Lage seiner Frau Sara war noch schlimmer; sie war unfruchtbar und hochbetagt. Menschlich gesehen bestand bei ihnen keine Hoffnung auf Nachkommenschaft. Wer hätte glauben können, dass aus diesem Ehepaar ein Volk Gottes entstehen würde? Gott aber tat ein Wunder, dass aus einem Einzelnen ein großes Volk Gottes geboren wurde. Gott hat eine große Geschichte geschrieben. Dieser Gott fordert uns alle auf, auf Abraham und Sara zu schauen. Warum? Er führt diese Geschichte weiter. Bei ihm ist kein Ding unmöglich. Er kann aus wenigem viel machen. Er kann aus einem Einzelnen ein Volk machen. Darum sollen wir unsere Resignation beiseite lassen und an Gott glauben, dass er uns segnet und mehrt. Das ist Gottes Geschichte.

Gebet: Lieber Vater, ich bin oft verzagt und resigniert, weil ich allein bin. Aber du bist ein Gott, der immer wieder Wunder tut. Segne mich und mehre mich!

Ein Wort: Lerne von der Geschichte Gottes!