Juni 29

Eine Zunge wie ein Jünger

Jesaja 50,1-11 (4)

„Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.“

Gott stellt seinen Knecht auf, um sein resigniertes Volk wiederherzustellen. Die Gefangenen schreien nach Befreiung. Wenn sie aber keine sichtbare Hilfe Gottes sehen, denken sie sogar, dass Gottes Arm zu kurz geworden und bei ihm keine Kraft mehr vorhanden wäre. Dabei übersehen sie völlig, was die eigentliche Ursache ihres Unglücks war. Es war ihre eigene Sünde. Ohne ihre ernste Buße kann jede Hilfe von außen nur zu kurz sein. Sie müssen für ihre Sünde und ihren Ungehorsam Buße tun. Dafür müssen sie Gottes Wort hören. Hierzu spielt der Knecht Gottes eine wichtige Rolle. Dieser Knecht Gottes soll eine Zunge haben, wie sie Jünger haben. Die Jünger hören von ihrem Meister und lernen von ihm. Der Knecht soll alleine das reden, was er von Gott hört. Alle Morgen soll er Gottes Wort hören. Das ist die Voraussetzung dafür, Knecht Gottes zu sein, und gleichzeitig die Quelle seines Dienstes unter den Menschen. Er soll das Wort Gottes alle Zeit predigen. Die Leute wollen seine Heilsbotschaft nicht hören. Sie lehnen ihn ab und schlagen ihm ins Gesicht und auf den Rücken. Dennoch kann er seinen Kopf aufheben, weil er jeden Morgen aus dem Wort Gottes Kraft bekommt. Gott wird mit ihm sein und ihn retten.

Gebet: Lieber Gott, danke für deine Liebe zu deinem Volk. Gib mir eine Zunge, wie sie Jünger haben!

Ein Wort: Rede mit den Müden zu rechter Zeit