Juni 29

Der HERR hat deiner nicht vergessen

Jesaja 49,14-26 (14.15a)

„Zion aber sprach: Der HERR hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen. Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes?“

Mit Zion ist hier das auserwählte Volk Gottes gemeint. Während der 70jährigen babylonischen Gefangenschaft haben die Israeliten jede Hoffnung auf ihre Erlösung verloren. Darum sprechen sie ganz verzagt davon, dass Gott sie verlassen hätte. Was sagt Gott dazu? „Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes?“ Gott ermutigt sie, dass er sie nicht verlassen hat. Gottes Liebe zu ihnen ist so tief wie die Liebe einer Mutter zu ihrem Kindlein. Gottes Liebe ist größer als dieses menschliche Verhältnis. Denn Gott vergisst seine Kinder nicht, denn er hat ihren Namen in seine eigene Hand geschrieben, d.h. eingraviert. Gott verlässt seine Kinder nicht, sondern wird ihnen zu seiner Zeit helfen. Wie konkret wird Gott ihnen helfen? Er wird eilig diejenigen vertreiben, die sie zerstören, und stattdessen ihre Erbauer ins Land holen. Gott bewegt auch unter den Völkern Könige und Fürsten dazu, die zerstreuten Kinder Gottes freizulassen und zu ihrem Land zurückzuschicken. So wird das Land wegen der Menge für sie zu eng sein. Auf diese Weise werden sie erfahren, dass Gott ihr Heiland und ihr Erlöser ist. Hast du auch manchmal das Gefühl, dass Gott dich verlassen und deiner vergessen hätte? Dann: „Hebe deine Augen auf und sieh umher!“

Gebet: Lieber Vater, es ist sehr tröstlich, zu hören, dass du mich nicht verlassen noch meiner vergessen hast.

Ein Wort: Herr, bringe bitte deine Kinder wieder zu uns!