Juni 29

Du sollst mein Heil sein

Jesaja 49,1-6 (6)

„Er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde.“

Gott hat eine große Vision, dass die zerstreuten Kinder Israels wieder zu ihrem Land zurück kommen und sich die ungläubigen Völker zum Gott Israels bekehren. Wie will Gott die zerstreuten Kinder wieder zusammen bringen? Wie will Gott den Völkern hier und dort das Heil bringen? Zuerst hat Gott eine politische Umwälzung herbeigeführt, indem der persische König Kyrus das Volk Israel aus der babylonischen Gefangenschaft befreit. Aber diese äußere Befreiung allein bedeutet noch nicht die Wiederherstellung Israels. Das Volk Gottes muss sich innerlich zu Gott bekehren und eine neue Beziehung zu Gott anknüpfen. Das gilt auch für die Völker in aller Welt; sie werden dann das Heil bekommen, wenn sie das Wort Gottes hören und sich zu ihm bekehren. Die Gnade des Heils fällt nicht plötzlich vom Himmel, sondern dadurch, dass man das Wort Gottes hört und daran glaubt. Dafür hat Gott seinen Knecht erwählt und berufen und seinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, damit er als Gottes Licht zu ihnen geht und das Heil bringt. Für diese Mission soll der Knecht Gottes einen harten Wortkampf führen, damit sein Mund zu einem scharfen Schwert gemacht wird.

Gebet: Lieber Herr, danke für deine Berufung. Mache meinen Mund zu einem scharfen Schwert!

Ein Wort: Mein Knecht bist du!