Juni 29

Gewogen und zu leicht befunden

Daniel 5,1-30 (23b)

„Den Gott aber, der deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand hat, hast du nicht verehrt.“

König Belsazar gab eine großartige Party, auf der er sich mit seinen Großen voll soff. Betrunken, wie er war, ließ er die Gefäße herbringen, die die Babylonier aus dem Tempel in Jerusalem geraubt hatten. Er, seine Mächtigen, Frauen und Nebenfrauen tranken daraus, wobei sie sie die Götzen lobten und so den lebendigen Gott bewusst verspotteten. Plötzlich erschienen Finger, die eine Botschaft an die Wand schrieben. Belsazar erschrak zutiefst und wurde voller Furcht. Er ahnte wohl, dass dies eine Botschaft des Gerichts war, doch es war niemand in der Lage, diese zu lesen und zu verstehen. Darüber erschrak er noch mehr. Belsazar bot Daniel für die Auslegung dieser Schrift große Ehre und Reichtum an. Daniel lehnte alle Ehre ab und deutete die Schrift: Als Gott Belaszars Vater Nebukadnezar gedemütigt hatte, nahm dieser schließlich Gottes Souveränität an. Belsazar wusste dies, aber er wollte sich nicht demütigen und seinen Schöpfer nicht ehren. Daraufhin wurde er gewogen und vor Gott für zu leicht befunden. Das Königreich wurde den Babyloniern genommen und den Medern und Persern gegeben. Geistliches Gewicht erhalten wir, wenn wir uns demütigen und den einzigen wahren Gott anbeten. Wir sollen Gottes Ermahnungen in der Bibel und in der Geschichte annehmen und unser Leben auf ihn ausrichten, damit Gott kein „Mene Tekel“ über uns spricht.

Gebet: Herr, du hast mein Leben in deiner Hand. Hilf mir, dass ich auf deiner Waage genug Gewicht habe.

Ein Wort: Ehre den Gott, der dein Leben in der Hand hat