Juni 29

Gebet in der Zeit der Krise

Daniel 2,1-23 (23)

„Ich danke dir und lobe dich, Gott meiner Väter, denn du hast mir Weisheit und Stärke verliehen und mich jetzt wissen lassen, was wir von dir erbeten haben; denn du hast uns des Königs Sache kundgetan.“

König Nebukadnezar von Babel hatte einen Traum, der ihn beunruhigte. Er erkannte, dass dieser eine tiefere Bedeutung hatte, weshalb er seine Weisen zu sich rief. Er misstraute ihnen und wollte ihre Wahrhaftigkeit prüfen, indem sie auch den Traum erzählen sollten. Sie erklärten, dass dies unmöglich sei und niemand so etwas verlangen könne. Da wurde Nebukadnezar so zornig, dass er befahl, alle Weisen und Zeichendeuter umzubringen, einschließlich Daniel und seiner drei Freunde. Als Daniel davon hörte, verzweifelte er nicht, sondern bat den König mutig um eine Frist für die Deutung. Menschlich war es unmöglich, den Traum des Königs zu erraten. Dies war auch Daniel bewusst. Er wusste, dass Gott ihm dieses Geheimnis durch das Gebet offenbaren würde. Gemeinsam mit seinen drei Freunden betete er zu Gott. In derselben Nacht offenbarte Gott Daniel den Traum und seine Bedeutung. Sofort dankte und lobte Daniel Gott. In der Zeit der Krise haben wir zwei Möglichkeiten: Entweder schauen wir nur auf die menschliche Unmöglichkeit, verzweifeln, werden hilflos und geben auf. Oder wir kommen im Gebet zu Gott und vertrauen auf ihn. Jede Krise ist eine Gelegenheit, Gottes Treue und Souveränität zu erfahren.

Gebet: Herr, ich komme zu dir. Bitte offenbare dich in der Zeit der Not und stärke mich, so dass ich dir danken und dich loben kann.

Ein Wort: Komm in der schweren Zeit im Gebet zu Gott!