Juni 29

Der Auferstandene am See von Tiberias

Johannes 21,1-14 (6)

„Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten’s nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische.“

Jesu Jünger waren dem Auferstandenen schon zweimal begegnet. Dennoch waren sie noch verstört von den Ereignissen und von ihrem Versagen bei Jesu Kreuzigung. Sie konnten ihre Mission als Menschenfischer, die Jesus ihnen gegeben hatte, nicht mehr tragen. Darum gingen einige von ihnen, wie vormals, Fische fischen. Die ganze Nacht waren sie auf dem See, aber sie fingen nichts. Jesus wusste, wie es in den Jüngern aussah. Er wollte ihnen zeigen, dass er sie noch immer lieb hatte, und wollte sie neu berufen. Darum begegnete er ihnen auf die gleiche Weise, wie er zweien von ihnen, Simon Petrus und Andreas, zum ersten Mal begegnet war: Er gab ihnen Anweisungen, wo sie fischen sollten, und daraufhin fingen sie eine riesige Menge Fische. Bemerkenswert ist auch, wie Jesus die Jünger ansprach: als Kinder. Er hatte Mitleid mit ihnen wegen ihres leiblichen und wegen ihres geistlichen Hungers. Als die Jünger ans Ufer kamen, hatte Jesus für sie ein wärmendes Feuer angezündet und ein leckeres Frühstück vorbereitet. Sobald die Jünger erkannten, dass es Jesus waren, wurden sie froh. Simon Petrus konnte nicht warten, bis ihr Boot das Ufer erreicht hatte, wo Jesus stand, und schwamm voraus. Als sich die Jünger wärmten und stärkten, wagten sie nicht zu fragen, ob sie wirklich Jesus vor sich hatten. Aber sie wussten es.

Gebet: Danke, Herr, für dein Mitleid. Berufe mich neu.

Ein Wort: Jesus will dir begegnen