Juni 29

Sei nicht ungläubig, sondern gläubig!

Johannes 20,24-31 (27)

„Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“

Beim ersten Besuch des auferstandenen Jesus war ein Jünger nicht dabei gewesen: Thomas, genannt der Zwilling. Als ihm die anderen Jünger sagten, sie hätten den Herrn gesehen, glaubte er ihnen nicht. Acht Tage später kam Jesus wieder zu ihnen, als sie hinter verschlossenen Türen versammelt waren; diesmal war Thomas dabei. Jesu zweites Erscheinen glich dem ersten: Der Herr trat mitten unter sie und wünschte ihnen den Frieden. Augenblicklich wandte er sich an Thomas. Er wusste um seinen Unglauben und was es brauchte, damit der Jünger erkannte, dass er den auferstandenen Jesus vor sich hatte. So ließ er Jesu Male der Kreuzigung sehen und befühlen – da glaubte Thomas. Vor allem wollte er ihm aber die Glaubensorientierung geben: „Sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ Denn Glauben bedeutet gerade, dass man nicht nur glaubt, was man sinnlich wahrnehmen kann, sondern dass man an den unsichtbaren Gott glaubt. Wer diesen Glauben hat, wird selig. Johannes, der Verfasser dieses Wortes, will uns allen diesen Glauben geben, damit wir in Jesu Namen das Leben haben. Darum hat er von dieser Tat Jesu und noch von vielen weiteren Taten geschrieben. Sein Zeugnis ist mächtig, aber nicht abschließend, denn Jesus tut noch immer Zeichen unter uns.

Gebet: Herr, schenke mir festen Glauben an dich.

Ein Wort: Sei nicht ungläubig, sondern gläubig