Juni 29

Die Vollmacht der Jünger

Johannes 20,19-23 (21)

„Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“

Als Jesus gekreuzigt worden war, waren Jesu Jünger mit verfolgt worden. Nun, nach Jesu Auferstehung, hatte sich an der Stimmung im jüdischen Volk kaum etwas geändert. Jesu Jünger versammelten sich in einem Raum und verschlossen die Türen aus Angst davor, dass Juden sie finden und für ihre Jüngerschaft belangen könnten. Doch Jesus fand und besuchte sie. Vermutlich kam er in den Raum, ohne die Tür zu benutzen, denn er hatte durch die Auferstehung einen neuen Leib bekommen. Dennoch trug er noch die Male der Kreuzigung, damit ihn seine Jünger erkennen konnten. Als er ihnen diese zeigte, glaubten sie und wurden froh, den Herrn bei sich zu haben. Jesus sagte zweimal zu ihnen: „Friede sei mit euch!“ Sie brauchten nicht nur äußerlichen Frieden, sondern auch innerlichen. Denn sie waren verstört, weil sie bei Jesu Gefangennahme versagt hatten und geflohen waren, obwohl sie Jesus zugesichert hatten, ihm bis in den Tod zu folgen. Jesus tadelte sie hierfür nicht. Stattdessen gab er ihnen gerade in dieser Situation seine Mission: Er wollte sie als Jünger aussenden, dass sie, mit dem Heiligen Geist ausgerüstet, sein Werk in der Welt weiterführen würden. Er gab ihnen sogar die Macht, anderen Menschen Sünden zu erlassen oder zu behalten.

Gebet: Danke, Herr, dass du mir mein Versagen vergeben hast, Frieden gibst und mich aussendest als Jesu Jünger(in).

Ein Wort: Jesu Jünger haben Vollmacht