Juni 29

Ich habe den Herrn gesehen

Johannes 20,1-18 (18)

„Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.“

Am Morgen des dritten Tages nach Jesu Kreuzigung kamen drei Personen zu Jesu Grab, die Jesus sehr liebten: die beiden Jünger Simon Petrus und Johannes sowie Maria von Magdala. Wider Erwarten fanden sie ein leeres Grab vor. Noch verstanden sie nicht, was ihnen vorausgesagt worden war: dass Jesus von den Toten auferstehen würde. Die beiden Jünger gingen in das leere Grab und Johannes dämmerte allmählich, dass Jesus auferstanden sein könnte. Maria von Magdala dagegen dachte, man hätte Jesu Leichnam weggenommen und an einen anderen Ort gebracht. Nun hatte Maria keinen Ort mehr, wo sie Jesus nahe sein konnte! In ihrer Trauer zog sie gar nicht in Betracht, dass Jesus leben könnte. Doch der Herr half ihr, zu glauben. Zuerst waren zwei Engel am Grab, die mit Maria redeten. Dann begegnete der auferstandene Jesus selbst Maria. Sie, welche Jesus bis an das Kreuz gefolgt war, bekam nun dafür den Segen, als Erste den auferstandenen Herrn zu sehen. Als sie aber Jesus sah, konnte sie nicht glauben, dass er es war. Sie dachte, sie habe den Friedhofgärtner vor sich. Als sie aber Jesu Stimme hörte, erkannte sie ihn endlich. Auch wir erkennen Jesus an seiner Stimme: an seinen Worten der Liebe und des Lebens. Wie Maria, welche nun Jesu Worte aufnahm und den Jüngern weitergab, sind auch wir fröhliche Zeugen des Herrn. Er, der Lebendige, will uns begegnen.

Gebet: Herr, ich will deine Worte hören und weitergeben.

Ein Wort: Ein fröhlicher Zeuge des lebendigen Herrn