Juni 29

Jesu Grablegung

Johannes 19,38-42 (40)

„Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in Leinentücher mit Spezereien, wie die Juden zu begraben pflegen.“

Nach Jesu Tod muss sich große Hoffnungslosigkeit unter seinen Jüngern breitgemacht haben. Aber gerade zwei Jünger, die in Jesu Geschichte bis jetzt nur eine Nebenrolle gespielt hatten, wollten Jesus die letzte Ehre erweisen. Das erforderte Mut, denn Jesus galt immer noch als Schwerverbrecher. Ausgerechnet Josef von Arimathäa, der aus Angst vor den Juden seinen Glauben an Jesus versteckt hatte, ergriff die Initiative. Er ging heimlich zum Statthalter Pontius Pilatus und bat darum, Jesu Leichnam abnehmen zu dürfen. Er wollte Jesus begraben. Hierfür sollte Josefs eigenes Grab dienen, das er für sich vorsorglich ausgesucht hatte; das war nahe an der Stätte der Kreuzigung. Für das Begräbnis Jesu kam Nikodemus hinzu. Dieser war einmal in der Nacht zu Jesus gekommen und hatte ihn über die Neugeburt in Christus befragt. Obwohl sein Glaube nicht vollkommen war, hatte er ein Herz für Jesus. Das zeigte sich auch darin, dass er viel wohlriechendes Öl herbeibrachte, um Jesus für das Begräbnis zu salben. Schließlich begruben sie Jesus nach jüdischer Sitte; sie legten ihn, in Leinentücher gewickelt, ins Grab. Auch wenn wir im Glauben nicht vollkommen sind, bringt uns doch unser Herz für Jesus dazu, etwas für ihn zu tun. Sogar wenn wir einmal in einer schwierigen Situation sind. Gott gebraucht mutige Menschen kostbar für sein Heilswerk.

Gebet: Danke, Herr, dass ich mich an deinem Werk beteiligen und deinen Sohn von Herzen lieben kann.

Ein Wort: Ein Herz für Jesus zu haben macht uns aktiv