Juni 29

Jesu Tod

Johannes 19,25-30 (30)

„Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.“

Als Jesus am Kreuz hing, standen einige Frauen bei ihm, die ihm treu gefolgt waren. Unter ihnen war auch Jesu Mutter. Der Anblick, wie ihr Sohn eines qualvollen Todes sterben musste, erfüllte sie mit unerträglichem Schmerz. Das erkannte Jesus und vertraute sie der Obhut seines Lieblingsjüngers, Johannes, an. Von da an waren die beiden wie Mutter und Sohn, vereint in der Trauer um Jesus. Auch heute noch knüpft der Glaube an Jesus neue Beziehungen unter den Gläubigen, die so liebevoll, eng und verlässlich sind wie Familienbanden. Jesus vergaß auch in seiner qualvollsten Stunde diejenigen nicht, die ihn lieb hatten; er wusste, dass sie litten. Aber genauso gut wusste er, dass sein Tod sein musste. Damit würde er seine Mission erfüllen, nämlich die Errettung der Menschheit durch seinen stellvertretenden Tod. Jesus hat sich aus Liebe zu uns Menschen vollkommen hingegeben. Seine Liebe war stärker als alle Gewalt und schließlich sogar stärker als der Tod. Denn Jesus ist auferstanden, am dritten Tag nach seinem Tod. So war Jesu Kreuzigung nicht das Ende aller Hoffnung. Aber sie war ein wichtiger Schritt. Jesus verstarb mit den Worten des Triumphs auf den Lippen: „Es ist vollbracht!“ Gottes Wille war erfüllt. Jesus freute sich von ganzem Herzen darüber, diesen erfüllt zu haben. Denn seit seinem Tod ist für uns Menschen der Weg zu Gott frei.

Gebet: Danke, Herr, für deine Liebe, die stärker ist als alles Böse auf der Welt. Hilf mir, deinen Willen zu tun.

Ein Wort: Es ist vollbracht!