Juni 29

Jesu Verhör vor Pilatus

Johannes 18,28-40 (36)

„Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt.“

Am frühen Morgen wurde Jesus zum Prätorium gebracht. Dort befand sich Pilatus, der Statthalter der Römer, welche damals Besatzungsmacht in Israel waren. Zwar durften die Juden Gerichtsurteile und sogar Todesurteile sprechen, aber Hinrichtungen durften sie nicht selber vollstrecken. Wollte man Jesus töten, sollte es durch die Römer geschehen. So sollte sich das Wort Gottes erfüllen, dass Jesus den Heiden überantwortet und getötet würde (Lk 18,32). Die Juden brachten Jesus zu Pilatus. Dieser wusste, dass Jesus unschuldig war, und hatte keine große Lust, sich des Falles anzunehmen. Dennoch verhörte er Jesus. Er fragte ihn vor allem nach der Aussage, wegen welcher Jesus der Lästerung der Obrigkeit bezichtigt wurde: „Bist du der König der Juden?“ Wie gerne hätte Jesus gehabt, wenn Pilatus dies aus Glauben gesagt hätte und nicht, weil er es von Dritten vernommen hatte! Jesus nahm das Verhör als Gelegenheit, Pilatus über die Art seines Königtums zu lehren. Jesu Königreich ist nicht von dieser Welt, sondern im Himmelreich. Als Gottes Sohn ist Jesus in die Welt gekommen, um uns in die Wahrheit zu führen und um uns seine heilsame Lehre zu geben. Pilatus gewann Jesus lieb. Am liebsten hätte er ihn freigelassen. Aber die Menge der Juden hatte da etwas dagegen.

Gebet: Herr, öffne meine geistlichen Augen, damit ich Jesus als Gottes Sohn erkenne.

Ein Wort: Jesus ist mein König