Juni 29

Petrus verleugnet Jesus

Johannes 18,15-18.25-27 (27)

„Da leugnete Petrus abermals, und alsbald krähte der Hahn.“

Simon Petrus, einer von Jesu zwölf Jüngern, wollte wissen, wie es mit Jesu nach dessen Gefangennahme weiterging. Hatte er eben noch Jesus verteidigt, so verließ ihn nun der Mut. Inkognito, mit der Hilfe eines anderen Jüngers, gelangte er in den Palast des Hohepriesters. Die Türhüterin des Palastes erkannte Petrus als einen der Jünger und fragte ihn danach. Petrus stritt feige seine Jüngerschaft ab. Damit verleugnete er Jesus ein erstes Mal. Zitternd vor Angst und vor Kälte ging er sich an einem Kohlenfeuer wärmen, das einige Knechte und Diener angezündet hatten. Auch dort erkannte man ihn. Petrus verleugnete Jesus gleich noch zweimal. Einmal bei Menschen, die ihn mit Jesus umherziehen gesehen hatten, und einmal bei einem Mitwisser von Petrus’ Verteidigungstat bei Jesu Gefangennahme. In dem Moment krähte der Hahn. Da erinnerte sich Petrus an Jesu Worte (Joh 13,38b): „Der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast.“ Von anderen Bibelworten her wissen wir, dass Petrus daraufhin hinausging und bittere Tränen weinte. Tränen der Einsicht, dass Jesus ihn und seine Angst und Schwäche kannte – und ihn trotzdem liebte. Und Tränen der Buße, da Petrus seine Sünde erkannte. Er hatte total versagt. Das war Petrus’ schwerste Stunde, aber sie öffnete ihm seine geistlichen Augen für Jesus.

Gebet: Herr, schenke mir Mut. Vergib mir meine Sünden. Ich weiß, dass du mich trotzdem immer liebst.

Ein Wort: Jesus kennt und liebt uns vollständig