Juni 29

Josia hörte nicht auf die Worte Gottes

2. Chronik 35,20-27 (22)

„Aber Josia ließ nicht ab von ihm, sondern schickte sich an, mit ihm zu kämpfen, und hörte nicht auf die Worte Nechos, die aus dem Munde Gottes kamen, und zog hin, mit ihm zu kämpfen in der Ebene von Megiddo.“

Zehn Jahre der Herrschaft Josias werden übersprungen. Der Machtverlust der Assyrer und das Erstarken der Babylonier brachten die Machtverhältnisse im Nahen Osten in Bewegung. Der Pharao Necho zog nach Norden, um seine Interessen in einem Kriegszug bei Karkemisch zu vertreten. Er wollte die Assyrer unterstützen, um die Invasion der Babylonier aufzuhalten. König Josia zog ihm entgegen. Das lag nicht daran, dass er den Kriegszug des Pharao als einen Angriff auf Juda missverstanden hatte, sondern er folgte komplizierten politisch-militärisch-strategischen Überlegungen. Necho sandte Boten zu ihm, um ihn im Namen Gottes vor einer Konfrontation zu warnen, die Gott nicht wünschte. Diesmal hörte Josia leider nicht auf die Worte Gottes aus dem Mund des Pharao. Er vertraute mehr seinen eigenen Überlegungen als Gottes klarem Wort. Er stürzte sich in einen unnötigen Krieg mit Ägypten, in dem er tödlich verwundet wurde. Ganz Juda trauerte um ihn. Manchmal hören sich Gottes Worte naiv und weltfremd an und wir denken, dass wir besser wissen, wie wir uns verhalten sollen. Aber tatsächlich ist Gott der Herr und Lenker der Geschichte und es ist die beste Entscheidung, seinem Wort zu folgen.

Gebet: Herr, vergib mir meine Überheblichkeit, dass ich denke, selbst alles am besten zu wissen. Hilf mir, heute auf deine Worte zu hören.

Ein Wort: Höre auf die Worte Gottes!