Juni 29

Alles, was in seinem Herzen war

2. Chronik 32,24-33 (31)

„Als aber die Botschafter der Fürsten von Babel zu ihm gesandt waren, um nach dem Wunder zu fragen, das im Lande geschehen war, verließ ihn Gott, um ihn zu versuchen, auf dass kundwürde alles, was in seinem Herzen war.“

In diesem kurzen Abschnitt werden die Schwachpunkte des ansonsten so gläubigen und guten Königs Hiskia angesprochen. Als er todkrank wurde, wollte er sich damit nicht abfinden, weil seine Furcht vor dem Tod zu groß war. Als er betete, tat Gott ein doppeltes Wunder: Er machte ihn gesund und ließ seine Sonnenuhr 10 Striche rückwärts laufen (2. Kön 20,1-11). Doch Hiskia wurde nicht demütig und dankbar, sondern stolz. Erst als er Gottes Zorn spürte, demütigte er sich. Gott erforschte sein Herz, indem er eine Gesandtschaft aus Babel zu ihm sandte. An anderer Stelle (2. Kön 20,12-21) wird berichtet, dass Hiskia ihnen alles zeigte, seinen Reichtum und seine Waffen. Er folgte seinem menschlichen Impuls nach Selbstdarstellung, anstatt nach Gottes Willen zu fragen. Der Tadel des Propheten Jesaja ließ ihn diesmal kalt, weil es ihn nicht persönlich zu betreffen schien. Gott lässt manchmal Situationen zu, die auch die dunklen Seiten in uns ans Licht bringen. Es ist eine Gelegenheit, unsere Schwachheit und Sünde zu erkennen und Buße zu tun und uns verändern zu lassen. Wenn wir unsere dunklen Seiten ignorieren, werden wir nicht geistlich wachsen.

Gebet: Herr, erforsche heute mein Herz. Lass mich mit meinen dunklen Seiten zu dir kommen und verändert werden.

Ein Wort: Gott erforscht alles, was in meinem Herzen ist