Juni 29

Usijas Herz überhob sich

2. Chronik 26,1-23 (16)

„Und als er mächtig geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben; denn er verging sich gegen den HERRN, seinen Gott, und ging in den Tempel des Herrn, um auf dem Räucheraltar zu räuchern.“

Usija war über ein halbes Jahrhundert König. Er war politisch, wirtschaftlich und militärisch überaus erfolgreich. Sein Erfolg kam nicht aus seinen menschlichen Fähigkeiten, sondern aus seiner Beziehung zu Gott. Sein geistlicher Mentor Secharja unterwies ihn in Gottesfurcht. Deshalb suchte Usija Gott und erfuhr Gottes reichen Segen. Nachdem Secharja gestorben war, gab es jedoch eine fatale Änderung in Usijas Einstellung. Als er auf dem Höhepunkt seiner Macht war, überhob sich sein Herz. Er vergaß, wer er vor Gott war. Er glaubte, dass er Gottes Gnade verdient hätte. Er ging in den Tempel, um dort das Räucheropfer darzubringen, eine Aufgabe, die allein den Priestern vorbehalten war. Als die Priester ihn warnten, kehrte er nicht um, sondern wurde ärgerlich. Gott schlug ihn mit Aussatz, der auf seiner Stirn ausbrach. Es war das sichtbare Zeichen seiner gestörten Beziehung zu Gott. Obwohl Usija offiziell weiter der König war, konnte er sein Amt nicht mehr ausüben und musste den Rest seiner Zeit isoliert und einsam verbringen. Erfolg und Segen sind nicht das Ergebnis unserer Mühe und Tüchtigkeit, sondern kommen von Gott. Überheblichkeit führt zu unserem Verderben, weil sie uns von der Quelle des Segens trennt.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade und deinen Segen in meinem Leben. Ich möchte dich als den Geber des Segens heute vor allen Menschen ehren.

Ein Wort: Ehre Gott mit einem demütigen Herzen