Juni 29

Nicht von ganzem Herzen

2. Chronik 25,1-28 (2)

„Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht von ganzem Herzen.“

Amazja hatte ein geteiltes Herz. Verschiedene menschliche Impulse konkurrierten mit dem Wunsch, Gott zu gefallen. Er folgte zunächst Gottes Wort, als er die Mörder seines Vaters bestrafte und er folgte auch einem geistlichen Rat, als er 100.000 Söldner aus dem ungläubigen Nordisrael zurückschickte, obwohl er sie schon bezahlt hatte. Doch als Gott ihm einen großen Sieg über die Edomiter gab, verließ er Gottes Wege. Er betete die Götzen der besiegten Edomiter an, obwohl dies auch menschlich vollkommen widersinnig war. Als Gott ihn durch einen Propheten darauf aufmerksam machte, kehrte er nicht um, sondern bedrohte diesen sogar mit dem Tod. Amazjas Selbstvertrauen war durch den Sieg gewachsen, sodass er einen unnötigen Krieg mit Nordisrael provozierte und sein Land dadurch in eine große Niederlage führte. Zum Schluss wurde er Opfer einer Verschwörung. Wenn wir Gott mit einem halben Herzen dienen, dann gewinnen unsere menschlichen Impulse wie Stolz und Selbstvertrauen Raum in unserem Leben und steuern es in die falsche Richtung. Sie hindern uns, auf Gottes Wort oder einen geistlichen Rat zu hören und Buße zu tun und unsere Fehlentscheidungen zu korrigieren. Wenn unser ganzes Herz dagegen wie zum Beispiel bei König David Gott gehört, dann können wir nach einer Sünde Buße tun und nach einer Niederlage wieder aufstehen.

Gebet: Herr, vergib mir mein geteiltes Herz. Ich möchte heute von ganzem Herzen dir gefallen.

Ein Wort: Tue von ganzem Herzen, was Gott gefällt