Juni 29

Seid geduldig bis zum Kommen des Herrn

Jakobus 5,1-6 (4)

„Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euer Land abgeerntet haben, den ihr ihnen vorenthalten habt, der schreit, und das Rufen der Schnitter ist gekommen vor die Ohren des Herrn Zebaoth.“

Im Laufe der Zeit haben alle einmal den Wunsch, reich zu werden. Die Reichen in der Welt werden oft fähig und erfolgreich dargestellt. Ist die Kritik von Jakobus an den Reichen gerechtfertigt? Was sagt er über die Reichen? Erstens sagt er über das Wesen des Reichtums, dass es eines Tages verfault. Die Kleider der Reichen werden von Motten zerfressen. Darum soll man sie nicht so sehr beneiden. Jakobus kritisiert die Reichen, weil sie in diesen letzten Tagen Schätze auf Erden gesammelt haben. Seit dem Sündenfall muss man im Schweiße seines Angesichts sein Brot essen. Der Reichtum der Reichen wird darum oft auf Kosten anderer erlangt. Die Reichen streben nach dem Reichtum und schlemmen, wobei die Worte der Gerechten vergeblich versuchen sie zu erreichen. Geldgier ist die Wurzel aller Sünden. Die Christen aber sollen ohne Neid und Verlustgefühl ihr Glaubensleben führen. Sie müssen Geduld haben. Ihr gutes Werk zeigt nicht sofort seinen Ertrag. Sie sollen nicht seufzen, sondern vielmehr wie ein Bauer im Vertrauen arbeiten. Man soll an die Propheten denken, wie sie unter der lauten Verfolgung für Gott gearbeitet haben. Die Christen sollen innere Stärke und Zuversicht haben. Das Vertrauen Hiobs auf Gott und seine Haltung gegenüber Gott sollen ein Vorbild für die Christen sein.

Gebet: Herr, hilf mir, geduldig zu sein bis zum Kommen des Herrn.

Ein Wort: Sei geduldig bis zum Kommen des Herrn