Juni 29

Naht euch zu Gott

Jakobus 4,1-12 (8)

„Naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch. Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, ihr Wankelmütigen.“

Woher kommen Zank und Streit? Jakobus forscht nach dem Grund und erklärt, dass sie aus dem Begehren kommen. Man begehrt etwas und verlangt es von Menschen. Jakobus rät den Zankenden, sich mit ihrem Begehren an Gott zu wenden und ihn zu bitten. Dabei sollen sie darauf achten, dass sie nichts für ihre Gelüste bitten. Wenn unsere Bitte dem Herrn wohlgefällig ist, warum sollte er es uns nicht gewähren? Begehren nach Ruhm und Macht der Welt gefällt Gott nicht, weil er seinen Geist in uns gegeben hat. Für Gott ist es nicht schwer, uns viele Dinge zu geben. Er will aber vor allem auf unseren Geist achten. Dem Demütigen gibt Gott seine Gnade. Sich Gott zu nahen bedeutet, dass wir unsere Niedrigkeit vor Gott erkennen. Dann wird Gott uns erhöhen. Zank und Streit entstehen, wenn man sich wechselseitig über den anderen erheben will. Ein Mensch kann jedoch sich selbst weder erhöhen noch erniedrigen. Sich von unnützen Gedanken zu reinigen schafft den Weg zum Frieden. Verleumdet einer den anderen, ist er nicht Täter des Gesetzes. Was aber das Gesetz von mir fordert, ist, dass ich das Gesetz tue. In Selbstsicherheit planen einige ihre perfekte Zukunft. Solch eine Selbstsicherheit ist der Gottlosigkeit gleich. Vieles wird entgegen ihren Erwartungen geschehen. Es ist gut, wenn man sagt: Wenn der Herr will, werden wir leben und dies und das tun.

Gebet: Herr, ich will mich zu dir nahen, wie ich bin.

Ein Wort: Naht euch zu Gott