Juni 29

Glaube ohne Werke ist tot

Jakobus 2,14-26 (26)

„Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.“

Wenn es einem Bruder an der täglichen Nahrung mangelt, nutzen viele Worte nichts, sondern man muss ihm Nahrung geben. So ist auch das Bibelstudium ohne Anwendung tot. Man soll das Bibelstudium auf sein praktisches Leben beziehen. Die Kenntnisse über Gott und die Annahme der Existenz Gottes an sich sind gut und recht. Jedoch zeigen erst die Werke, dass jemand wirklich daran glaubt. Wie soll man die Kenntnisse ohne Werke nennen? Sogar der Teufel kann wissen, dass es Gott gibt. Jakobus nennt aus der Schrift einige Beispiele, wie man echten Glauben haben kann. Abraham glaubte an Gott. Da er Gott für Gott hielt, schonte er seinen einzigen Sohn nicht, um ihm zu gehorchen. Denn er glaubte wirklich an Gott. Er wandelte mit Gott und wurde sein Freund, indem er den Gästen diente. Er hörte Gottes Kummer zu und legte Fürbitte ab. Wenn Gott nur auf dem Papier stände, wie konnte er mit ihm wandeln? Jakobus zieht das Fazit, dass man nicht allein durch den Glauben, sodern durch Werke gerecht wird. Das scheint die damalige christliche Lehre auf den Kopf zu stellen. Er widerspricht aber nicht der Lehre des Paulus oder des Evangeliums, sondern warnt die Christen vor dem leeren Glauben. In einer abtrünnigen Welt soll man wie Rahab auf der Seite Gottes stehen, indem man Christen im Glauben aufnimmt, anstatt der Welt hinterherzulaufen.

Gebet: Herr, lass mich an dich glauben wie Abraham.

Ein Wort: Glaube ohne Werke ist tot