Juni 29

Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht

Jakobus 2,1-13 (13)

„Denn es wird ein unbarmherziges Gericht über den ergehen, der nicht Barmherzigkeit getan hat; Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht.“

Wenn wir einen anderen Menschen empfangen, sehen wir zuerst auf sein Äußeres. Ist jemand gut gekleidet und sauber, achtet man ihn hoch und bedient ihn besser als denjenigen, der nicht so gut aussieht. Häufig ist es so, dass die Reichen Gewalt gegen die Schwachen ausüben und die Unschuldigen vor Gericht zerren. Jakobus schreibt, dass man durch derartige Unterscheidungen beim Empfang mit bösen Gedanken urteilt. Wir alle neigen leicht dazu, dass wir andere äußerlich beurteilen. Wir müssen aber wissen, dass wir gegen das Gesetz verstoßen, wenn wir uns so verhalten. Nun ist kein Mensch in der Lage, alle Gesetze zu erfüllen. Selbst wenn jemand neun von zehn Gesetzen erfüllte, wäre er dennoch ein Übertreter wegen dieser einen Übertretung. Folglich brauchen wir alle die Vergebung durch die Barmherzigkeit. Daher empfiehlt Jakobus den Gläubigen die Barmherzigkeit vor das Gericht zu stellen. Das bedeutet, dass man auch schlecht gekleidete, arme und unsaubere Menschen genau so achten soll wie die Reichen. Das gilt auch im geistlichen Sinne. Man soll auch die fehlerhaften und gesetzlich nicht korrekt aussehenden Menschen achten und die Barmherzigkeit einem richtenden Urteil vorziehen. Denn die Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht.

Gebet: Vater, hilf mir, Menschen nicht nach ihrer Äußerlichkeit unterschiedlich zu behandeln. Hilf mir, die Barmherzigkeit dem Gericht zu vorzuziehen.

Ein Wort: Barmherzigkeit triumphiert über das Gericht