Juni 29

Sei Täter des Wortes

Jakobus 1,19-27 (22)

„Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“

Menschen wünschen sich viel und verlangen viel von anderen. Sie werden schnell zornig gegen andere und stellen sie zur Rede. Sie denken, dass sie aufgrund ihres Wissens und ihrer Schriftkundigkeit ihre Klagen ausreichend begründen könnten. Was sollen sie nach Jakobus aber wissen? Sie sollen wissen, dass ein jeder Mensch schnell zum Hören und langsam zum Reden sein soll. Mose war einmal zornig. Jesus war auch einmal zornig, als er den Tempel reinigte. Jedoch tut der Zorn menschlichen Begehrens nicht das, was vor Gott recht ist. Anstatt gegen die Brüder Groll zu hegen, soll man seine Unsauberkeit und alle Bosheit ablegen und das Wort Gottes aufnehmen. Ein Mensch, der das Wort nur hört, denkt, dass er schon danach lebt. Wer nur hört und nicht tut, wird schnell selbstgerecht. Wer aber versucht, wirklich nach dem Wort Gottes zu leben, der hat einen Einblick in das vollkommene Gesetz der Freiheit und hält daran fest. Das Gesetz wird für ihn dann vollkommen und macht ihn von der Begierde frei. Ein Täter wird selig in seiner Tat. Ein Täter wird glücklich. Anstatt äußerlich mit Worten glänzen zu wollen, soll man sich im Verborgenen um die Not der Bedürftigen kümmern. Ein wahrhaftiges und dienst bereites Herz ist eine gute Basis, ein Täter des Wortes zu werden. Wenn man so leben will, braucht man jedoch Glauben und Geduld.

Gebet: Herr, hilf mir, ein Täter des Wortes zu werden.

Ein Wort: Ein Täter wird selig sein in seiner Tat!