Juni 28

Ein Christ befindet sich in Anfechtung

Jakobus 1,1-12 (12)

„Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.“

Jakobus kannte früher nur den fleischlichen Jesus (Joh 7,4). Nun betrachtet er sowohl sich selbst als auch Jesus geistlich. Die Empfänger seines Briefes sind die zwölf Stämme in der Zerstreuung. Die zwölf Stämme stellen den Plan Gottes dar, dass Gott verschiedenartige Menschen retten will. Die zwölf Stämme in der Zerstreuung stehen für die zerstreuten Christen, die kostbar und von Gott auserwählt sind, jedoch von der Welt gehasst werden (1). Hier ist es für die Christen essentiell, dass sie die Anfechtungen gegen ihren Glauben überwinden müssen (Joh 7,7). Jakobus preist die Anfechtung, weil sie den Glauben prüft und in den Christen Geduld bewirkt. Zu oft wünschen wir uns raschen Erfolg und unterliegen so jeder Anfechtung. Obwohl Jakobus viele andere Anliegen in seinem Brief zu behandeln scheint, ist dieser Punkt sein erstes Gebetsanliegen. Misserfolg jedoch kann an einem Mangel an Weisheit liegen. Das Gebet ist das Tor zur Weisheit und zur Zuversicht, weil Gott dem Bittenden alles geben kann. Zweifel dagegen ist die größte Anfechtung des Glaubens. Innere Mutlosigkeit kommt auch daher, dass man seine Lage mit der eines Reichen in der Welt vergleicht. Der Überwinder der Anfechtung ist selig in seinem Glauben.

Gebet: Herr, ich will mich über die Anfechtung meines Glaubens freuen und weiter an meinem Glauben festhalten.

Ein Wort: Selig sind die, die die Anfechtung überwinden