Juni 28

Die Herrlichkeit ist hinweg

1. Samuel 4,1-22 (22)

„Darum sprach sie: Die Herrlichkeit ist hinweg aus Israel; denn die Lade Gottes ist weggenommen.“

Die Philister zogen gegen Israel. In einer ersten Schlacht gewannen die Philister. Die Israeliten suchten nach einem Grund für die Niederlage. Warum hatte Gott das zugelassen? Sie kamen darauf, die Lade Gottes in ihr Lager zu holen. Die Lade sollte als eine Art Talisman dienen. Die Ankunft der Lade löste im Lager der Israeliten große Begeisterung aus. Die Philister fürchteten sich. Doch dann ermannten sie sich und fügten den Israeliten eine sehr große Niederlage zu. Die Lade wurde weggenommen. Die Söhne Elis kamen um. Als Eli diese Nachricht hörte, erschrak er, brach sich das Genick und starb. Eli war gewarnt worden. Er hatte die Ankündigung des Gerichts aber nicht zum Anlass genommen, Buße zu tun. Er hatte vielleicht gehofft, dass das Gericht irgendwie vorübergehen würde. Doch Gottes Wort erfüllte sich. Elis Tod und der Tod seiner Söhne zeigen, dass die Menschen Gottes Wort ernst nehmen müssen. Sie dürfen auch den Ort der Begegnung mit Gott nicht zum Objekt ihres Aberglaubens machen. Elis Schwiegertochter gebar einen Sohn und nannte ihn Ikabod: Die Herrlichkeit ist hinweg aus Israel. Gottes Herrlichkeit war hinweg, weil Gottes Volk und die Priester das Wort Gottes und die Stätte der Begegnung nicht hochachteten.

Gebet: Herr, die Herrlichkeit ist hinweg. Schenke uns wieder einen Geist der Buße.

Ein Wort: Achte Gottes Wort und den Ort der Begegnung