Juni 28

Rede, denn dein Knecht hört

1. Samuel 3,1-21 (10)

„Da kam der HERR und trat herzu und rief wie vorher: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hört.“

Vers 1 sagt, dass zu jener Zeit des Herrn Wort selten war und es kaum noch Offenbarung gab. Dies war kein Wunder, weil die Priester sich selbst weideten statt das Wort Gottes zu lehren (Kap. 2). Eli war alt und fast blind. Die Lampe Gottes brannte noch. Samuel lag im Heiligtum des Herrn bei der Lade Gottes. Als Samuel eine Stimme hörte, die ihn rief, dachte er, es sei Eli. Er lief zu Eli, der ihn wieder schlafen schickte. Das geschah noch zweimal. Da merkte Eli, dass der Herr den Knaben rief. Eli sagte ihm, wie er antworten sollte. Als der Herr erneut rief: „Samuel, Samuel!“, antwortete Samuel: „Rede, denn dein Knecht hört.“ Samuel war nur ein kleiner Knabe. Doch er hatte ein offenes Ohr für das Wort des Herrn. Was Gott ihm mitteilte, war keine einfache Botschaft. Es war die Botschaft vom Gericht über das Haus Eli. Samuel fürchtete sich, Eli dies mitzuteilen, doch um der Furcht Gottes willen sagte er alles und verschwieg nichts. Samuel erwies sich als ein rechtschaffener Arbeiter des Wortes Gottes. Er wuchs heran und der Herr war mit ihm. Keines von Samuels Worten fiel zur Erde. Ganz Israel erkannte in Samuel einen Propheten Gottes. Gott ruft diejenigen, die bereit sind, alle seine Worte zu hören und weiterzugeben.

Gebet: Herr, danke, dass du junge Leute rufst, die bereit sind, zu hören. Stelle Diener des Wortes wie Samuel auf.

Ein Wort: Rede, denn dein Knecht hört