Juni 28

Der andere Geist von Kaleb

4. Mose 14,1-45 (24)

„Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen.“

Durch die bösen Gerüchte der acht Kundschafter wurde ganz Israel vom Unglauben überwältigt. Das Volk weinte die ganze Nacht und murrte schließlich gegen Mose und Aaron. Mose und Aaron fielen auf ihr Angesicht. Josua und Kaleb zerrissen sich die Kleider. Sie bezeugten vor der Gemeinde erneut, dass das Land gut sei und sie es einnehmen würden, so einfach, wie man Brot isst (9). Doch ihre Rede nützte nichts. Gott selbst griff ein, als das Volk sie steinigen wollte. Gott sagte klar, dass ihr Unglaube und Murren Gotteslästerung war, weil sie trotz all der Zeichen, die Gott ihnen gegeben hatte, nicht an ihn glaubten. Nur durch Moses flehentliches Gebet schlug Gott sein Volk nicht mit der Pest. Gott vergab dem Volk. Doch alle Männer ab zwanzig, die Gottes Herrlichkeit und Zeichen gesehen hatten und dennoch Gott zehnmal versucht hatten, sollten in der Wüste sterben und nicht in das verheißene Land kommen. Vierzig Jahre sollten sie in der Wüste wandern (34). Die zehn Kundschafter starben sofort. Nur Josua und vor allem Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm war, sollten ins verheißene Land kommen. Kaleb war Gott treu nachgefolgt. In der Krisenzeit hatte er für die Ehre Gottes durch den Glauben geredet, gehandelt und sein Leben riskiert.

Gebet: Herr, ich habe auch viele Zeichen gesehen. Hilf mir, einen anderen Geist zu haben und dir nachzufolgen.

Ein Wort: Habe einen anderen Geist!