Juni 28

Moses Demut

4. Mose 12,1-16 (3)

„Der Mann Mose war sehr demütig, mehr als alle Menschen auf Erden.“

Mose hatte eine Kuschiterin zur Frau genommen. Mirjam und Aaron nahmen dies zum Anlass, Moses Führungsrolle in Frage zu stellen. Sie sagten: „Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?“ (2) Vielleicht waren sie unzufrieden, dass es jetzt neben Mose noch siebzig Älteste gab, die Moses Geist hatten. Mirjams und Aarons Verhalten ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass der Tod der Söhne Aarons ungefähr zwei Monate zurücklag (3. Mose 10,3) und Gott gerade sein Volk hart gestraft hatte. Sie hätten eigentlich Gottesfurcht haben müssen. Ihr Hochmut Mose gegenüber war Hochmut vor Gott. Mose hingegen war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden. Seine Demut kam aus seiner Liebesbeziehung mit Gott, in der er stets wusste, wer er vor Gott war, ähnlich wie Johannes der Täufer (Joh 1,19-23). In seiner Demut unternahm Mose nichts gegen seine Geschwister. Gott selbst griff ein, denn er hatte ihre hochmütigen Worte gehört (2). Gott hört auch unsere hochmütigen Worte, auch wenn wir sie hinter verschlossenen Türen sprechen. Gott rief Aaron und Mirjam zu sich in die Stiftshütte und erklärte ihnen den Unterschied zwischen einem Propheten (Mirjam war eine Prophetin; 2. Mose 15,20) und Mose. Gott sprach mit Mose von Mund zu Mund und nicht durch Gleichnisse. Gott strafte Mirjam mit Aussatz, doch weil Mose für sie zum Herrn schrie, war sie nur sieben Tage aussätzig.

Gebet: Herr, vergib mir meinen Hochmut.

Ein Wort: Sei ein demütiger Mensch