Juni 28

Das murrende Volk

4. Mose 11,1-36 (20b)

„Weil ihr den HERRN verworfen habt, der unter euch ist, und weil ihr vor ihm geweint und gesagt habt: Warum sind wir aus Ägypten gegangen?“

Dieses Kapitel lehrt, dass Murren eine ernsthafte Sünde ist. Erst murrten nur einige am Rand des Lagers. Gott strafte ihr Murren mit Feuer. Dies war eigentlich eine ernsthafte Warnung gewesen, aber das fremde Volk unter den Israeliten wurde lüstern. Da fingen auch die Israeliten wieder an zu murren, weil sie kein Fleisch zu essen bekamen. Gottes Zorn entbrannte und für Mose wurde dies mürrische Volk eine nicht mehr tragbare Last. Er wollte lieber sterben als weiter dieses Volk zu führen. Gott tadelte Mose nicht, stattdessen stellte er Mose siebzig Älteste zur Seite, indem er sie mit dem Geist von Mose erfüllte. Als zwei dieser Ältesten in Verzückung im Lager umherliefen, wollte Josua, dass Mose ihnen wehrte. Aber Mose wünschte sich, dass alle im Volk Propheten des Herrn wären und Gottes Geist hätten. Gott sandte dem Volk das erwünschte Fleisch. Einen Monat lang ließ er Tag und Nacht Wachteln ins Lager fallen. Noch während das Fleisch ihnen zwischen den Zähnen hing, strafte er das Volk mit einer sehr großen Plage, sodass viele starben. Denn mit ihrem Murren hatten sie Gott und Gottes Gnade, mit der er sie aus Ägypten geführt hatte, verworfen. Wer Gottes Gnade und Allmacht mehrfach erfahren hat, aber wiederholt murrt, statt Gott zu vertrauen, verwirft damit Gott.

Gebet: Herr, vergib mir, dass ich wie Israel viel gemurrt habe. Erfülle mich mit dem Geist von Mose, damit ich die Last meines Volkes mittrage (17).

Ein Wort: Wenn doch alle Gottes Geist hätten!