März 30

Mitleid mit einem verlorengehenden Stamm

Richter 21,1-25 (15)

„Da tat es dem Volk leid um Benjamin, dass der HERR einen Riss gemacht hatte zwischen den Stämmen Israels.“

Nach dem Sieg über Benjamin triumphierten die Israeliten nicht. Dieser Sieg war in Wirklichkeit eine Niederlage. Auch wenn die Strafe notwendig war, fühlten sie keine Genugtuung. Die Israeliten kamen in Bethel zusammen und trauerten. Sie weinten, dann bauten sie dem Herrn einen Altar und opferten. Die Situation des Stammes Benjamin ließ ihnen keine Ruhe. Sie fragten sich, wie sie dem Stamm helfen konnten. Wegen eines Schwurs konnten sie den übrigen Benjaminitern ihre Töchter nicht mehr als Frauen geben. Der Stamm drohte auszusterben. Doch Jabesch in Gilead hatte nicht mitgekämpft. Die Stadt wurde geschlagen, und ihre Jungfrauen wurden den Benjaminitern gegeben. Die übrigen Frauen sollten sie sich selber bei einem Fest in Silo rauben. So wurde der Schwur nicht gebrochen und der Stamm blieb erhalten. Die Benjaminiter bauten ihr Erbteil wieder auf. Durch die Sorge der Israeliten für einen fast verlorenen Stamm konnte dieser erhalten bleiben.

Gebet: Herr, schenke mir Mitleid mit den Verlorengehenden und erhalte dein Erbteil.

Ein Wort: Mitleid mit den Verlorengehenden