März 30

Die Schandtat von Gibea

Richter 19,1-30 (12)

„Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in die Stadt der Fremden einkehren, die nicht von den Israeliten sind, sondern wollen hinüber auf Gibea zu.“

Auch dieses Kapitel beginnt mit den Worten: „Zu der Zeit war kein König in Israel.“ Der Verfasser versucht damit, die nachfolgenden Geschehnisse einzuordnen. Letztendlich sagen diese Worte, dass die Israeliten Gott als ihren König verworfen hatten. Die Nebenfrau eines Leviten, der im Gebirge von Ephraim wohnte, ging nach einem Streit in ihr Vaterhaus nach Juda zurück. Ihr Mann ging ihr nach, um sich mit ihr zu versöhnen. Sein Schwiegervater hielt ihn lange fest, doch schließlich brachen sie auf. Sie kamen bis nach Jebus (später: Jerusalem), als es dunkel wurde. Der Knecht schlug vor, dort Herberge zu suchen. Doch der Mann wollte nicht zu den Jebusitern, sondern zu einer Stadt der Israeliten. Er dachte, dass sie beim auserwählten Volk willkommen und sicher wären. Doch in Gibea wollte sie niemand aufnehmen, nur einer, der selber Fremdling war. Nachts kamen die Männer des Ortes und wollten sich über den Gast im Haus hermachen. Dann vergewaltigten und schändeten sie seine Nebenfrau, sodass sie starb. Der Levit sandte die Stücke der Leiche an alle Stämme Israels als ein drastisches Signal der Schande. Die Männer von Gibea handelten schlimmer als die Heiden. Die Angehörigen des Volkes Gottes folgten dem Beispiel Sodoms und Gomorras, die der Herr durch Feuer und Schwefel vernichtet hatte. Sünde kennt keine Grenze.

Gebet: Herr, bewahre mich vor der Sünde. Führe uns zur Buße, dass wir nicht schlimmer werden als Sodom.

Ein Wort: Buße setzt der Sünde eine Grenze