März 30

Ein angestellter Priester

Richter 17,1-13 (10)

„Micha sprach zu ihm: Bleibe bei mir, du sollst mir Vater und Priester sein. Ich will dir jährlich zehn Silberstücke geben und was du an Kleidung und Nahrung brauchst.“

Das Beispiel der Geschichte Michas aus Ephraim veranschaulicht die geistliche Not zu jener Zeit. Dieser Micha hatte seiner Mutter Geld gestohlen. Als er es zurückgab, gebrauchte seine Mutter es, um ein Götzenbild zu machen. Micha schuf sich ein „Gotteshaus“ mit diesem Götzenbild und machte einen seiner Söhne zum Priester. Zu jener Zeit war kein König in Israel, und jeder tat, was ihn recht dünkte. Als ein junger Levit in sein Haus kam, stellte Micha ihn als Priester ein. Micha hoffte darauf, dass Gott ihn segnen würde, weil er nun einen Leviten zum Priester gemacht hatte. Michas Anbetung war nichts als Aberglaube, weil er nicht auf der Schrift basierte. Er ignorierte sowohl den Ort als auch die Form der Anbetung. Er ignorierte auch, dass Gott die Priester beruft und diese nicht wie ein Bediensteter eingestellt werden können. Vor allen kam er nicht in Buße zu Gott, sondern war voller Erwartung. Er hatte eine ganz falsche Vorstellung von Gott, von der Anbetung und von sich selber. Was er brauchte, war kein bezahlter Priester, sondern ein von Gott gesandter Bibellehrer, der ihm helfen könnte, zu Gott zu kommen und ihn wahrhaft anzubeten.

Gebet: Herr, vergib unseren Aberglauben. Hilf uns, mit Buße aufgrund der Schrift zu dir zu kommen und dich anzubeten.

Ein Wort: Ein von Gott berufener Bibellehrer