März 30

Ich habe euch lieb

Maleachi 1,1-5 (2)

„Ich habe euch lieb, spricht der HERR. Ihr aber sprecht: »Wie hast du uns lieb?«“

Dieses Buch beginnt mit dem Wort „Last“, das sonst vor Schreckensbotschaften verwendet wird. Der Herr, dessen Name Jahwe an seinen Bund mit Israel erinnert, spricht hier zu seinem Volk. Überraschenderweise kommt nun kein Vorwurf, sondern Gottes Aussage: „Ich habe euch lieb.“ Gott liebte sein Volk trotz ihrer Untreue und Undankbarkeit. Er hatte es aus der Sklaverei in Ägypten befreit, ins verheißene Land gebracht und Israel unter König David zur Großmacht gemacht. Wegen ihres Götzendienstes gab der Herr sie siebzig Jahre lang in die babylonische Gefangenschaft. Danach führte er sie, wie er zugesagt hatte, wieder in ihr Land zurück. Dennoch zweifelten die Israeliten zur Zeit Maleachis an Gottes Liebe: „Woran erkennen wir, dass du uns lieb hast?“ Gott wollte, dass sie mit ihren geistlichen Augen die klaren Beweise seiner Liebe sahen, indem sie sich an das Schicksal ihres Brudervolkes, der Edomiter, der Nachkommen von Esau, erinnerten. Diese waren ebenfalls von den Babyloniern gerichtet, doch im Gegensatz zu Israel nicht mehr als eigenes Volk wiederhergestellt worden. Gottes Volk sollte dies sehen und Gott als ihren herrlichen Gott preisen. Gott liebt uns und beweist seine Liebe zu uns, indem er Jesus für uns am Kreuz hingab (Joh 3,16). Wir dürfen täglich diesen Beweis der Liebe Gottes sehen und ihm für seine Liebe danken, dann werden wir frei von Zweifel.

Gebet: Herr, danke, dass du uns liebst und als Beweis dafür deinen Sohn Jesus gegeben hast.

Ein Wort: Ich habe euch lieb!