Dezember 27

Wie könnten wir des HERRN Lied singen?

Psalm 137,1-9 (4)

„Wie könnten wir des HERRN Lied singen in fremdem Lande?“

Die Juden waren nach Babylon verschleppt worden. Dort mussten sie 70 Jahre lang im Exil leben. Dies war Gottes Disziplin für ihre Untreue. Es war eine traurige Zeit. Sie wussten, dass sie gesündigt hatten. Sie sehnten sich nach Hause. Ihre babylonischen Herren waren oberflächlich, stolz und nur auf Vergnügen aus. Sie genossen es, die Lieder der jüdischen Gefangenen zu hören. Aber die Vertriebenen hatten kein Lied in ihren Herzen. Sie waren weit von zu Hause weg, und Gott schien auch fern zu sein. Ihre größte Freude bestand darin, sich an Jerusalem und den Tempel in seiner Herrlichkeit zu erinnern.

Sie konnten nicht singen, sie konnten sich nicht rächen, aber sie konnten beten. Ihr Gebet klingt bitter und grausam, in der Tat war es auch so. Es unterscheidet sich stark von Jesu Gebet am Kreuz: „Vater, vergib ihnen…“ Aber es war echt, sie legten ihre Gefühle vor Gott nieder. Gott war ihre einzige Hoffnung.

Gebet: Herr, reinige mich von Sünde und regiere mein Herz, damit ich deine Lieder während meiner irdischen Pilgerreise singen kann.

Ein Wort: Singe des Herrn Lied