Dezember 27

Rehabeams Joch

2. Chronik 10,1-19 (7)

„Sie sprachen zu ihm: Wirst du zu diesem Volk freundlich sein und sie gütig behandeln und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertan sein allezeit.“

Nach Salomos Tod wurde sein Sohn Rehabeam König. Jerobeam, der vor Salomo aus Israel geflohen war, kehrte aus dem Exil zurück und machte sich zum Sprecher des Volkes. Sie baten, das schwere Joch, das Salomo unter anderem durch den Tempelbau auf sie gelegt hatte, zu erleichtern. Rehabeam erbat sich Bedenkzeit. Er befragte zunächst die Ratgeber seines Vaters, die ihm rieten, dem Wunsch des Volkes zu folgen. Doch er war damit nicht zufrieden, sondern folgte dem Rat der Jüngeren, die mit ihm aufgewachsen waren. Diese rieten zu einer harten Antwort, mit der sich der König seine Autorität sichern sollte. Den wichtigsten Ratgeber hatte Rehabeam aber vollkommen übergangen: Gott wurde von ihm nicht befragt. Er folgte in seiner ersten größeren Regierungsentscheidung seinem Hochmut und seinen menschlichen Impulsen. Das führte dazu, dass fast alle Stämme Israels von ihm abfielen und das Land geteilt wurde. Was hätte Jesus Rehabeam geraten? Jesus hatte die Menschen zu sich eingeladen, die mühselig und beladen sind, damit sie Erquickung finden. Sein Joch ist sanft und seine Last ist leicht (Mt 11,28-30). Jesus möchte nicht, dass wir anderen Menschen schwere Lasten auflegen, sondern dass wir ihnen helfen, bei ihm Erquickung zu finden.

Gebet: Herr, danke, dass wir mit unserer Beladenheit zu dir kommen können. Vergib mir meinen Hochmut, mit dem ich anderen unnötig Lasten auflege.

Ein Wort: Lade anderen kein schweres Joch auf